Interner Bereich

   
   

Fachwartin des Turngau Wendelstein: Lisa Huppertz (s.o.)

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Die Geschichte der Turnerjugend

1948 war der Beginn des traditionellen Wimpelwettstreits , obwohl bereits zuvor sich Turnergruppen in Lagern zum Medizinball-Weitwurf, Singen und Tanzen trafen. 1953 erfolgte dann der 1. Gruppenwettstreit als Meisterschaft in Hamburg. Ein gemeinsamer Pflichttanz aller Gruppen, der Titel Deutscher Turnvereins-Gruppenwettstreit (DTVG) wurde 1953 eingeführt und seit 1960 gab es dann auch Gemeinschaftsaufgaben. Erstmals fand dann 1968 der TGW beim Deutschen Turnfest statt. 1972 erfolgte der erste TGW-Wettkampf der Turnerjugend in eigener Regie und seither finden jährlich 3 Wettkämpfe, jährlich eine Deutsche Meisterschaft und alle 4 Jahre Wettkämpfe innerhalb des Deutschen Turnfests statt.

Die TGW-Bewegung hatte ihren Schwerpunkt zunächst im süddeutschen Raum, inzwischen sind auch norddeutsche Mannschaften vertreten. Im Osten Deutschlands findet man außer im Raum Berlin nur wenige Mannschaften. Jedes Jahr steigt die Anzahl der gemeldeten Mannschaften zu den Wettkämpfen. Der TGW einen starken Zulauf an Jugendlichen und gewinnt mehr und mehr an Bedeutung.

Außerhalb Deutschlands gibt es nur wenig Interesse für diese Sportart

Disziplinen

Jede Mannschaft muss beim Wettkampf mit vier Disziplienen antreten, die sie sich aus acht Disziplinen zusammenstellen kann. Die Auswahl erfolgt nach den Trainingsmöglichkeiten oder den Talenten der Gruppe.

Die acht zur Auswahl stehenden Disziplinen sind:

  1. Turnen und Turnen mit Kasten: Auf einer Bodenfläche (12×12 m) wird eine Turnübung vorgeführt. Die Übung dauert zwei bis vier Minuten. Auf die Bodenfläche kann zusätzlich ein Kasten gestellt werden, der in die Übung mit einbezogen wird.
  2. Tanzen: Jazztanz, Modern Dance, Folklore, Hip Hop, Rock 'n' Roll, alles ist erlaubt auf einer Fläche von 13×13 Metern. Der Tanz dauert zwei bis vier Minuten.
  3. Gymnastik mit Handgerät: Bänder, Reifen, Bälle, Seile, Keulen oder alternative Geräte müssen nach Musik geworfen, gedreht, gerollt oder anders auf einer Fläche von 13×13 Metern bewegt werden. Die Gymnastik dauert zwei bis vier Minuten.
  4. Singen: Mehrstimmigkeit, Takt- und Tonartwechsel müssen in einem oder mehreren Liedern, die miteinander verbunden sind, frei vorgetragen werden. Instrumental-Begleitung ist dabei bedingt zugelassen. Der Liedvortrag sollte vier Minuten nicht überschreiten.
  5. Staffellauf: Acht Athleten treten zu einer Runden- oder Pendelstaffel über 50, 75 oder 100 Meter (je nach Altersklasse) gegen die Uhr an.
  6. Medizinballweitwurf: Ein Medizinball (1 bis 3 Kilogramm je nach Klasse und Geschlecht) muss mit beiden Händen über den Kopf geworfen werden. Jeder hat zwei Versuche. Acht Personen aus der Mannschaft müssen werfen.
  7. Schwimmen: Die Schwimmstaffel führt über eine Strecke von 8×50 Metern. Der Schwimmstil darf frei gewählt werden. (Der Nachwuchs schwimmt nur 25 Meter)
  8. Orientierungslauf:Ziel ist es, anhand einer Karte und einem Kompass zehn verschiedene Punkte in freiem Gelände (z. B. Wald) zu finden. (Der Nachwuchs sucht nur acht Punkte)

Bei Pokalwettkämpfen gibt es dazu noch eine Überraschungsaufgabe. Was gemacht werden muss, wird erst kurz vorm Start verraten, meist eine Spaßstaffel. (Diese Disziplin gibt es nur beim Pokalwettkampf)

Man unterscheidet zwischen nicht messbaren und messbaren Disziplinen. Für jede Disziplin gibt es maximal zehn Punkte. Höchstpunktzahl beim Wettkampf sind 40 Punkte.

   
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